Best Practice SAS Information Maps und Web Report Studio

Aus BI-Snippets - Business Intelligence Code und Module
Wechseln zu: Navigation, Suche

Folgender Artikel dient als eine Sammlung von Best-Practice-Vorgehensweisen für den Umgang mit SAS BI-Tools zu denen u.a. das SAS Information Map Studio und das SAS Web Report Studio zählen.

Allgemeines

Bei im Reporting Mart verwendeten SPDS-Bibliotheken sollte in Verbindung mit Web Report Studio und Information Map Studio die Libname-Option 'LIBGEN=' niemals auf 'YES' gesetzt werden. Das setzten der Option zwingt das WRS dazu ein explizites SQL-Pass-Through bei Abfragen zu erzeugen. Hierbei sind in Vergangenheit immer wieder Probleme aufgetreten, da der SPD-Server in solche Pass-Throughs generierte SAS-Funktionen wie z.B. PUT oder STRIP nicht korrekt verarbeiten konnte. Beispielsweise traten immer wieder Pass-Through-Fehler auf, wenn über die iMap auf ein alphanumerisches Feld ein alphanumerisches Format gelegt wurde. Hierbei generiert das WRS ein PUT um die entsprechende Variable woraufhin der Report auf einen Fehler läuft. Wird die Option 'LIBGEN=NO' gesetzt erzeugt das WRS ein implizites SQL (PROC SQL) welches sich als robuster erwiesen hat.

Information Map Studio

Anlegen neuer Felder

Neue Felder, insbesondere Maße sollten im iMap Studio v.3.x niemals mit trailing-blanks angelegt werden. Dies geschieht z.B. wenn man Feldnamen durch Copy/Past aus einer Excel-Arbeitsmappe heraus verwendet. Werden solche Felder im Web Report Studio v.3.x  für z.B. arithmetische Operationen als Operand verwendet, kann der Report nicht korrekt erzeugt werden und eine Fehlermeldung erscheint. Das Problem rührt von einem Bug im WRS her, da dieses bei Verwendung entsprechender Felder anstelle des Feldnamen eine Folgen von Leerzeichen in dem generierten Code erzeugt.

Möchte man eine iMap via SAS-Enterprise-Guide (EG) aufrufen, muss man weitere Regularien bei der Feldanlage beachten. Grund hierfür ist, dass der EG die Namen bzw. IDs von iMap-Elementen technisch auf andere Weise als das iMap-Studio bzw. Web-Report-Studio (WRS) verarbeitet. So werden im EG maximal 32 Zeichen als Feld-ID akzeptiert, wobei das iMap-Studio bzw. Web-Report-Studio auch mit längeren IDs umgehen kann. Feld-IDs werden dadurch im EG nach der 32. Stelle abgeschnitten. Zusätzlich ersetzt der EG Zeichen wie " " und "#" im Namen durch einen "_", deshalb sollten Sonderzeichen in der Feld-ID grundsätzlich vermieden werden. Beim Einlesen der Metadaten der iMap in den EG kann es sonst zu Problemen kommen, da einzelne IDs als nicht unique eingestuft werden können, welche im iMap-Studio bzw. Web-Report-Studio noch als unique erkannt werden.

Web Report Studio

Dynamische Spaltenbreite und Anordnung im Web Report Studio via MS Internet Explorer

Dynamische Spaltenbreite WRS und IE.png
Bei Nutzung des SAS Web Report Studios v4.3x in Verbindung mit dem MS Internet Explorer v8.x können Kompatibilitätsprobleme auftreten, welche dazu führen dass die Spaltenbreite und deren Anordnung innerhalb von Tabellen nicht dynamisch angepasst werden kann. Das Problem wird von einer fehlerhaften Einstellung im Internet Explorer verursacht. Um dieses zu beheben ist unter 'Extras' ⇒ 'Einstellung der Kompatibilitätsansicht' die Option 'Alle Websites in Kompatibilittätsansicht anzeigen' zu setzten (siehe Screenshot).

Anschließend ist es möglich die Spaltenbreite von in Reports enthaltenen Tabellen dynamisch anzupassen und auch deren Reihenfolge via Drag and Drop zu verändern.

Weiterführende Links und Artikel zu diesem Thema

Verwendung physikalischer Tabellenfelder innerhalb einer iMap ermitteln